sobald es um Betriebssysteme geht, haben die meisten Menschen mit technischem Hintergrund eine Meinung und vertretten sie voller Inbrunst. Auch ich habe eine und versuche sie in dem folgenden Artikel aufzuzeigen. Vorweg, ich finde das keine der drei grossen Betriebssystemfamilien schlecht ist. Ich bin hauptsächlich Linux Nutzer. Ab und zu habe ich bei der Arbeit mit Windows Geräten zu tun, jedoch eher selten. Mac OS habe ich ziemlich wenig eigene Erfahrung und in den letzten Jahre au keinen grossen Kontakt. Dies vorweg um Mögliche Vorurteile zu erklären.
Aber nun zu meiner Meinung.
Windows
Dieses Betriebssystem kennt so ziemlich jeder Mensch, welcher jemals einen Komputer benutzt hat. Der innere Kern des Betriebssystem läuft stabil. Ich habe in den letzten Jahren keinen zufälligen Bluescreen mehr gesehen. Bei Tests mit Windows und spezieller Software oder speziellen Umständen kammen Bluescreens noch vor. Jedoch sollten sie in diesen Situationen auch greifen. Es wäre besser, wenn diese gar nicht nötig wären, aber als Hilfe bei der Problemsuche sind sie ein gutes Werkzeug.
Aber genau hier greift eines meiner Problem mit den modernen Windows Versionen. Sie erschweren es dem Nutzer immer mehr schnelle Fehlersuche zu betrieben. Die ober erwähnten Bluescreens zeigen neu nur noch einen QR-Code zusammen mit kryptischen Fehlernamen. Diese verunmöglichen ein direktes Einschätzen der möglichen Fehlerquellen. Man muss den Code scannen und die Hilfeseite durchsuchen.
Ein weiters Problem sehe ich in der Benutzerfreundlichkeit. Windows sollte durch Anwender jeglicher Wissensstufe benutzt werden können. Jedoch gibt es in letzter Zeit immer mehr Entscheidungen der Entwickler, welche aus meiner Sicht von diesem Punkt wegführen. Das Paradebeispiel dafür ist, das man beim Windows 10 & 11 nicht nur ein Einstellungsmenü hat. Zweitweise waren es beim Windwos 10 mindestens zwei modernere und die altebekannte Systemsteuerung. Auch sehen gewisse Einstellungsfenster noch so aus wie von Windows 95. In letzter zeit macht es den Eindruckt das versucht wird alles in eine Oberfläche mit einheitlichem Aussehen zu bekommen. Jedoch ist dies noch lange nicht abgeschlossen.
Auch wird deutlich, das Microsoft immer mehr Geld aus den Nutzern herauspressen möchte. So werden immer mehr Werbungen angezeigt. Und das bei einem Betriebssystm, für welches ich die Lizenzkosten schon bezahlt habe. Auch wenn ich das Gerät mit einem vorinstallierten Windows kaufe, ist ein Teil der Kosten der Windows-Lizen zuzurechnen. Weiteres Symptom des gleichen Problems ist, dass die Startmenüsuche zuerst Resultate von Bing zeigt, bevor lokale Dateien in Betracht gezogen werden.
Der Vorteil von Windows liegt vor allem in der Verbreitung. Durch Lizenzdeals und Förderprogramme setzten die meisten Schulen auf Windows. Auch Behörden und Firmen bevorzugen Windows, da es die Einarbeitungszeit von neuen Angestellten reduziert. Auch steuert Microsoft jedem Versuch einer Behörde sich von Microsoft zu lösen stark entgegen. Stichwort: LiMux. München wechselte auf ein Linux Betriebssystem für seine Verwaltung. Nach dem Microsoft seinen Deutschlandhauptssitz verlegte und neu in München Steuern zahlte, wurde das Projekt heruntergefahren. Ein Schelm wer dabei was böses denkt.
Mac OS
Das erfolgreichste Betriebssystem mit einem Ursprung in der UNIX Welt. Ich habe wenig Erfahrung damit. Jedoch scheint die Oberfläche und die Benutzerführung gut durchdacht. Viele ITler setzten auf Mac OS, da es die Vorteile von Linux mit höherer Stabilität verbindet. Auch sind die neuen MacBooks mit den M-Chips in einer anderen Leistungsklasse unterwegs.
Was Mac OS aus meiner Sicht abträglich ist, sind die Einschränkungen. Sobald man vom vorgesehenen Weg abgeht, entstehen Probleme. Mac OS ist von Apple nicht so abgeriggelt, wie zum Beispiel iOS. Trotzdem gibt es Einschränkungen welche ich nicht beführworte. Zum Beispiel die Einschränkung auf die Apple Hardware. Aber dies ist ein vollkommen anderer Rant.
Im ganzen ist Mac OS ein gutes Betriebssystem, sollte man auch sonst Apple Hardware benutzten und sich nicht von der vorgesehenen Pfaden entfernen wollen
Linux
Zuerst, mir ist vollkommen klar, das linux nur der Kernel und nicht ein ganzes Betriebssystem ist. ich benutzte hier Linux als Überbegriff alles Betriebssysteme, welche für PCs gedacht sind und auf dem Linux Kernel basieren.
Ein grosses Problem von Linux ist die Vielzahl von Möglichkeiten. So gibt es 2 grössere Fensterverwalter und noch mehrere kleinere Alternativen. Zusätzlich kann man zwischen Suse-, Debian oder RedHat-Basierenden Distributionen wählen. Oder man wendet sich der Arch Master Race zu. Auch tauchen immer wieder Distributionen auf, welche einen vollkommen neuen Ansatz haben, wie NixOS, welches das gesamte System über eine einzelne Datei konfigurieren kann. Was das neu aufsetzten eines Komputers vereinfachen soll. Einem Neuling sind diese ganzen Varianten und Feinheiten zu viel. Auch mit den Teilweise erbittert geführten Diskussionen über die beste Lösung.
Aus meiner Sicht kann diese Problem auch als Vorteil gesehen werden, da durch die vielen Varianten für jeden das richtige dabei ist. Jedoch muss der Weg zur besten Wahl vereinfacht werden. Nicht viele Menschen möchten 10 verschiedene Distributionen testen, nur um die beste Lösung für sie zu finden. Ob dieses Problem das nächste Problem verursacht, ist immer wieder Streitpunkt.
Linux wird mehrheitlich von Freiwilligen Entwicklern getragen. Firmen wie RedHat, Suse und Cannonical tragen ihren Teil zur Weiterentwicklung bei, jedoch liefern sie nicht den grössten Teil an Weiterentwicklungen. Auch ist der Community- und Open-Source-Fokus von Linuxanwendern nicht gerade förderlich für eine Firma, welche mehr Entwicklungszeit beitragen möchte. Diese Firma müsste dann ihre Arbeiter bezahlen. Dies ist mit einem OpenSource Betriebssystem als Produkt nicht eine einfache Aufgabe.
In Bezug auf das Vorherige Probelm gibt es Stimmen, welche behaupten, das weniger Varianten die verbleibenden Varianten weiter voran bringen würden. Bei angestellten Programmierern ist dies möglich. Jedoch arbeiten viele der freiwilligen Entwickler an der Projekten mit, weil sie es selber nutzen und gut finden. Fällt dieses Projekt einer Verkleinerung des Angebots zum Opfer, ist es nicht gegeben, das sie ein überlebendes Alternativprodukt unterstützen würden.
Die Benutzerfreundlichkeit ist bei vielen Linuxsystemen in den letzten Jahren stark gestiegen. Bei der Arbeit setzten wird Zorin OS ein, welches auf Ubuntu aufbaut. Aus meiner Sicht sind die Zorin Laptops benutzerfreundlicher als die Windows Geräte. Ein normaler Benutzer muss auch die Kommandozeile nicht öffnen, um Büroarbeiten verrichten zu können.
Was jedoch als negativer Punkt in dieser Kategorie anzuführen ist, ist die Softwareunterstützung. Viele kommerzielle Software wird nur für Windows und mit etwas Glück auch für Mac OS entwickelt. Linux Desktopsysteme machen einen zu kleinen Teil aus, als dass sie berücksichtigt werden. Ein Vorteil ist hier der Trend die Software in die Cloud zu verlegen und als WebApp zur Verfügung zu stellen. Diese funktionieren unabhängig von Betriebssystem.
Im Bereich vom Gaming hat Steam mit Proton eine gewaltige Hilfestellung erzeugt. So laufen schlagartige viele Windows Games ohne grössere Probleme auf Linux, ohne Eingreiffen von den Entwicklern.
Ich nutzte bei der Arbeit Zorin OS und privat Fedora Workstation. Ich kann alle meine Arbeiten ohne Probleme erfüllen.
Jedoch benutze ich bei der Arbeit entweder ein Terminal oder der Webbrowser. Aber auch FreeCAD für 3D-Druck Teile und Cura als Splicer. Diese laufen unter Linux ohne grössere Problem.
Zuhause ist noch die zusätzliche Aufgabe des Gamens vorhanden. Aber dan Proton habe ich hier auch keine grösseren Probleme.
Schlusswort
Schlussentlich muss jeder selber entscheiden was er braucht und was er bereit ist zu investieren. Ein Umstieg von Windows auf Linux ist nicht das einfachste für einen Laien. Vielfach scheitert der Versuch beim Installieren des Betriebsystems. Ein vorinstalliertes Linux wäre nützlich in dieser Sicht. Jedoch sind diese Laptops nicht im normalen Handel erhältlich, sondern nur über spezielle Onlinehändler.
Ist man schon im Apple Eco System mit iPhone, iWatch und co., so macht ein Macbook mit Mac OS Sinn.
Als Laie mit tiefen Anforderungen kann ein Windows Konputer ausreichen.