Der Job in der IT, vor allem als Mädchen für alles, fördert Hyperaktivität. Desto wichtiger ist ein Ausgleich. Dies kann auf erschiedene Arten erfolgen. Wichtig ist ein starker Gegenpol zur Arbeit. Dieser Artikel basiert auf meinen Eindrücken und Erfahrungen. Es ist nicht gegeben dass alles eins zu eins übernommen werden. Jedoch können sie als Startpunkt dienen.
Ich hatte in letzter Zeit durch verschiedene Faktoren bei der Arbeit starken Stress und damit verbundene körperliche Auswirkungen erfahren. dies führte bei mir zu Konentrationsproblemen, Hyperaktivität und allgemeiner Nervosität. Hier schildere ich wieso ein Ausgleich wichtig ist und wie ich mit dem Stress fertig geworden bin.
Ich stelle mal die Vermutung an, dass du als ITler 95% deiner Zeit vor dem Computerbildschirm verbringst. Dies entweder im Sitzen oder wenn du einen guten Arbeitgeber hast auch im Stehen. Das heisst während der Arbeit ist dein Körper ruhig, während dein Kopf und Geist aktiviert wird. Daher sollte der Ausgleich mehr den Körper belasten als den Geist.
Eine wichtige Erkenntniss ist, dass Stress die Hyperaktivität und Nervosität fördern kann. Daher ist es auch wichtig sich über mögliche Stressquellen im Klaren zu sein. Meistens hilft das Bewusstsein über eine Stressquelle, diesen zu reduzieren. Auch gesrpäche mit dem Chef oder Mitarbeitenden können Stressquellen offenbaren. Ich hatte das Glück, das mein Chef meine Stressquellen vor mir gesehen hat und mich darauf angesprochen hat.
Was gut Hilft
Ich habe einen kurzen Weg zur Arbeit. Wenn ich mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren bin, war ich am Abend ruhiger als wenn ich mit dem Auto gefahren bin. Aus verschiedenen Gründen konnte ich in letzter Zeit nicht immer mit dem Fahrrad gehen. Dies schlug sich in einer höheren Nervosität und Hyperaktivität nieder. Auch war ich anfälliger für Stress.
Ist der Arbeitsweg zu lang oder nicht für ein Fahrrad geeignet, so kann auch eine sportliche Betätigung am Abend helfen. So habe ich in letzter Zeit eine kurze Runde gejoggt. Dies half, war aber nicht so effektiv wie den Arbeitsweg mit dem Fahrrad zu absolvieren.
Die sportliche Betätigung kann auch mit soziallem Verbunden werden, wenn man sich in einem Sportverein betätigt. Diese trainieren jedoch meistens nur ein- bis zweimal in der Woche. Das heisst das man je nach Stress und Umgebung weitere private Trainings einbauen sollte.
Wichtig ist dass die körperliche Belastung nicht übertrieben wird. Es nützt nichts, wenn man sich jeden Tag voll auspowert und nie eine Erhollung einplant. Auch sollte die Ernährung angepasst werden. So braucht der Körper bei grössere körperlicher Belastung mehr Energie, welche durch die Nahrung aufgenommen werden sollte. Hier gilt auch wieder, das nicht jeder Mensch gleich ist. Auch ist es nicht nötig, direkt jede Mahlzeit zu planen, Kalorien zu zählen und sich eintönig zu ernähren. Jedoch sollte man sich mehr auf genügend Energie in der Nahrung achten.
Kurzzeitige Hilfe
Gamen, vor allem reaktionsschnelle Spiele können den Kopf beschäftigen und den Stress kurzzeitig reduzieren. Jedoch fördern diese Spiele die Hyperaktivität, was im grossen ganzen nicht förderlich ist. Als Spitzenbrecher, welchem mit Sport oder anderen Massnahmen nahgesetzt wird kann es aber ein wertvolles Werkzeug sein.
Akute Bekämpfung
Das Problem mit einer Nervositätswelle ist, dass sie einen in eine Abwärtsspirale werfen kann. Sobald man wahrnimmt, das man gestresst ist, wird man noch mehr gestresst, weil man den Stress nicht möchte und ihn ignorieren will. Dies ist der Start der Spirale. Stress zu ignorieren ist nie erfolgreich. Es Hilft vielleicht kurzzeitig, jedoch hollt den Stress einen irgendwann ein.
Eine Möglichkeit eine Welle von Nervosität zu bekämpfen habe ich aus einer Arztserie gestohlen. Dabei legt man seinen Fokus nicht auf sich selber und die körperliche Reaktion auf den Stress / die Nervosität, sondern achtet auf die Umwelt. Man beginnt die Umgebung zu beschreiben. Geht auf möglichst viele Details ein und verschiebt dadurch den Fokus von sich weg. Somit kann die Spiral gebrochen werden und man wird ruhiger.
Sobald man sich beruhigt hat ist es wichtig, den Stress zu akzeptieren. Sonst kann man wieder in die Spirale rutschen. Mit Übung kann man den Stress und die Nervosität vielleicht zu seinem Vorteil nutzen. So kann man die gesteigerte Aktivität nutzen um die kommende Aufgabe aus verschiedenen Blickwinkel zu betrachten. Sich verschiedene Möglichkeiten zu überlege. Wichtig ist es dabei, nichts erzwingen zu wollen. Ansonsten kann man wieder in eine Spirale fallen.
Auch kann eine Technik aus der Programiererwelt abgewandelt werden. Das Rubber-Ducky debugging. Ursprünglich zur Fehlersuche genutzt, kann man es auch nutzen um den Stress abzubauen. Spricht man über die Gründe von Nervosität und Stress kann es erleichtern wirken. Dabei muss es nicht unbedingt eine Gummiente sein. Ein guter Freund oder ein Mitarbeiter kann eine bessere Wirkung erzielen. Dabei muss die zuhörende Person nichts tun ausser dich reden zu lassen. Vielleicht haben sie eine Idee, wie du besser mit den Umständen umgehen kannst. Das ist nicht so wichtig wie das "auskotzen" der Stressursache.
Meditation
Meditation und Achtsamkeitsübungen können auch helfen den Stress zu reduzieren. Dies ist aber nur möglich, wenn man nicht schon auf 180 läuft. Es ist nicht einfach seine Atmung zu kontrollieren, wenn der Kopf um verschiedenen Problemen kreist.
Ist der Kopf jedoch schon in einem ruhigeren Zustand, sei es durch Sport oder sonstige Massnahmen, so können Meditation und Achtsamkeitsübungen helfen, diesen Zustand zu erhalten.
Beginnt man regelmässig mit solchen Übungen, so sollte nicht schlagartig damit aufgehört werden. Ursprünglich begann ich mit den Übungen, um meine Migräne in den Griff zu bekommen. Hatte ich weniger Anfälle, war die Bereitschaft 15-30 Minuten für die Übungen zu opfern tiefer und ich habe damit aufgehört. Nach kurzer Zeit warend die Probleme wieder in alter Stärke zurück.
Hilfreicher Partner
Wie bei der akuten Bekämpfung erwähnt kann das erzählen der Stressquellen eine Linderung bringen. Die kann nicht nur bei akuten Problemen, sondern auch als allgemeine Massnahme funktionieren. Dabei sollte darauf geachtet werden den Partner nicht nur mit seinen Problemen einzudecken, sondern auf der anderen Seite auch für ihn als offenes Ohr da zu sein.